Humboldt erinnert sich: „Steben hat einen so wesentlichen Einfluss auf meine Denkart gehabt, ich habe so große Pläne dort geschmiedet, mich dort so meinen Gefühlen überlassen, dass ich mich vor dem Eindruck fürchte, den es, wenn ich es wiedersehen, auf mich machen wird ...“
Neben Tegel, Berlin und Paris verbrachte Humboldt in Steben, rein rechnerisch gesehen, die längste Zeit, die er sich kontinuierlich an einem Ort aufgehalten hat.
Im Juni 1792 kam Humboldt in Steben an, wissenschaftlich noch weitgehend unbekannt und gesundheitlich angeschlagen. Bei seinem Weggang von Steben war er einer der meistgefragtesten Wissenschaftler seiner Zeit und in einem körperlich so robusten Zustand, der ihm erlaubte, seiner späteren Südamerikareise gewachsen zu sein.
Ob Bad Steben je wieder ein solches Universalgenie beheimatet, ist ungewiss. Eines ist jedoch sicher: Damals und Heute ist Bad Steben ein Ort, der es ermöglicht, Gesundheit und Wohlbefinden wiederherzustellen.